Rotkohl

Wir haben uns sehr über die Einladung zum Martins-Gans-Essen von Sofia & Thomas gefreut.
Sofia hat eine Gans aus einem Biobetrieb in Speyer geholt und sie mit Äpfeln und Birnen gefüllt.
Evi & Markus haben Knödel halb/halb und Brezelknödel gemacht.

Andre und ich brachten den Rotkohl mit. Natürlich auch selbstgemacht! Wie? Ganz easy!
Erst einmal einkaufen:

1 großer Rotkohl (nach dem Abschnitt waren es 2 KG reiner Rotkohl zum verarbeiten)
3 rote Zwiebeln
4 säuerliche Äpfel
1 Flasche trockenen Rotwein
Nelken
Lorbeerblätter
Zimt (1 Stange oder Zimt-Pulver)
3 Eßl. Johannisbeergelee
Zucker
Salz
Rotweinessig
Pflanzenöl

Viele benutzen für das Andünsten Gänseschmalz, aber da Andre allein bei dem Wort ein Schauer über den Rücken läuft, haben wir einfach Sonnenblumenöl genommen.

Zuerst einmal den Rotkohl mit einem Sägemesser vierteln und die äusseren Blätter entfernen. Da der Kohl super aussah, konnten wir auf das Waschen verzichten und ihn gleich in feine Streifen schneiden.
Die Zwiebeln würfeln und im Pflanzenöl glasig andünsten.
Das feingeschnittene Rotkohl dazugeben und bei geschlossenem Deckel einige Minuten dünsten. Mein Topf war für die Roh-Menge zu klein, daher habe ich etwas gewartet. Als der Kohl etwas zusammengefallen war, habe ich umgerührt und den restlichen Rotkohl draufgepackt. Deckel wieder drauf und bei mittlerer Hitze circa 5 Minuten weiter dünsten lassen.
In der Zeit die Äpfel schälen und entkernen.
Jetzt kommt einer meiner liebsten Momente: Den Rotkohl mit dem Rotwein ablöschen, diesen wahnsinnig geilen Geruch kurz genießen, Deckel wieder drauf und einige Minuten köcheln lassen.
Die Äpfel in fingerdicke Stücke schneiden und zusammen mit 4-5 Lorbeerblättern, ca. 10/12 Nelken und der Zimtstange (oder Zimtpulver) auf das Kraut legen.
Das Ganze muss nun ungefähr 1 Stunde sanft köcheln; zwischendurch aber immer mal wieder umrühren!
Nach 30 Minuten kann auch das Johannisbeergelee dazu.

Am Ende dann mit Salz, Zucker und Zimt-Pulver abschmecken. Ein Genuß!
Es geht nichts über selbstgemachtes Rotkohl/Rotkraut! Passend zu Gans, Ente, generell Wild, aber auch zu anderen Herbst- und Winter-Gerichten.

Guten Appetit wünschen,

Lars & Andre.

Bilder zum Beitrag:

IMG_20141122_165603

Den Rotkohl vierteln, um besser schneiden zu können.

IMG_20141122_165619

Mit einem Sägemesser feine Streifen schneiden.

IMG_20141122_165706

Die roten Zwiebeln im Pflanzenöl glasig dünsten. Den Rotwein entkorken und bereitstellen.

IMG_20141122_165744

Den Kohl auf die Zwiebeln geben, Deckel drauf und ein paar Minuten dünsten lassen.

IMG_20141122_165727

In der Zeit Äpfel schälen und entkernen. Gewürze und Essig bereithalten.

IMG_20141122_165801

Wenn der Kohl etwas zusammegefallen ist, den anderen Teil drauf, umrühren und mit geschlossenem Deckel wieder ca. 5 Minuten dünsten lassen. Ja, es passte wirklich alles in den Topf :-)

IMG_20141122_165836

Während der Kohl mit dem Rotwein abgelöscht wurde und er mit geschlossenem Deckel köchelt, die entkernten Äpfel in fingerdicke Stücke schneiden.

IMG_20141122_165901

Kohl umrühren und mit den Äpfeln, Zimt, Nelken und Lorbeer belegen; Deckel wieder drauf. Bei geringer Hitze köcheln lassen.

IMG_20141122_165918

Zwischendurch umrühren. Nach ca. 30 Minuten das Johannisbeer-Gelee dazugeben. Auch im weiteren Verlauf zwischendurch umrühren.

IMG_20141122_170014

So sah die Ganz von Sofia & Thomas aus. *Yummy*

IMG_20141122_170054

Und so dann Andre’s Teller mit Gänsekeule, etwas Füllung, Knödel und dem Rotkohl.

 

4 thoughts on “Rotkohl

    • Auf jeden Fall, liebe Claudia :-) Der Aufwand hat sich gelohnt…und ich habe noch etwas eingefroren, damit ich schnell etwas zur Hand habe. LG

  1. Ich mach immer nur zu Weihnachten Rotkohl … und immer mit Gänse-/Entenschmalz so lecker, aber ich kann verstehen, wenn Andre das nicht mag… mein Mann mag gar keinen Rotkohlund bekommt meist Mais zur Ente/Gans. Wein hab ich allerdings noch nie rein gemacht…

    Liebe Grüße an euch beide!
    :))

    (Wie kann man hier eigentlich die Kommentare abonnieren? Oder gibts nur selber nachsehen?)

    • Hej Moni, DANKE dir für den Hinweis! Ab sofort kannst du die Kommentare abonnieren und sogar die eigene Blog-URL hinterlassen.
      Ich kannte Rotkohl bisher auch nur mit Gänse-Schmalz. Aber auch ohne schmeckt es gut 😀
      Wenn du Wein magst, versuchs es mal…ich LIEBE es mit Wein zu kochen!
      LG :-)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *